Der Lehrgang zum Gewässerwart findet am 10. und 11.10.25 (Teil 3) für Inhaber des Bedienscheines für Elektrofischfanganlagen in Burg (Fischereiverein Burg e.V. Geschäftstelle, Ihleweg 30, 39288 Burg) statt.
Voraussetzung für die Teilnahme am Auffrischungskurs für den Elektrofischereischein ist ein gültiger Bedienschein zum Betreiben von Elektrofischfanganlagen!
Mitzubringen ist die eigene Ausrüstung: Wathose, Gummistiefel und Isolierhandschuhe (nach DIN VDE 0680 Teil 1).
Für Mitglieder des LAV entstehen keine Kosten. Die Tagesverpflegung von externen Teilnehmern wird den jeweiligen Vereinen in Rechnung gestellt.
Die PDF für die Anmeldung, die Datenschutzerklärung, wie auch die Modulübersicht findet Ihr auf der Homepage des LAV: https://www.lav-sachsen-anhalt.de/index.php/veranstaltungen/schnelluebersicht-2 - unter Schulungsveranstaltungen.
 
Landeslogo ST gefördert durch FA

Der Europäische Aal - Ein faszinierender Fisch in Gefahr

aal groß

Der Europäische Aal (Anguilla anguilla) ist ein bemerkenswerter Fisch, der für seine komplexe Lebensweise und seine lange Wanderung bekannt ist. Er schlüpft in den Sargassosee, wo er seine Fortpflanzung vollzieht, und wandert dann über tausende von Kilometern in die Süßwasser- und Küstengewässer Europas. Diese Art hat eine lange Geschichte und spielt eine wichtige Rolle in den Ökosystemen, in denen sie lebt.

Aktuelle Bestandszahlen zeigen jedoch, dass der Europäische Aal stark gefährdet ist. Schätzungen zufolge ist der Bestand in den letzten Jahrzehnten um über 90 % zurückgegangen. Hauptursachen für diesen dramatischen Rückgang sind Überfischung, Lebensraumverlust durch den Bau von Stauanlagen und die Verschmutzung von Gewässern. Zusätzlich beeinflussen der Klimawandel und die dadurch veränderten Umweltbedingungen den Aal negativ. Diese Faktoren haben nicht nur die Fortpflanzung und das Wachstum der Aale beeinträchtigt, sondern auch ihre Wanderung zu den Fortpflanzungsgebieten erschwert.

Der Erhalt des Europäischen Aals ist von großer Bedeutung, nicht nur wegen seiner ökologischen Rolle, sondern auch aufgrund seiner kulturellen und wirtschaftlichen Bedeutung. Zudem sind sie Teil des natürlichen Gleichgewichts in ihren Lebensräumen, da sie sowohl Räuber als auch Beute sind.

„Aale sind in vielen europäischen Ländern eine Delikatesse und haben eine lange Tradition in der Gastronomie. Der internationale Handel mit Europäischen Aalen ist durch die Listung im Anhang II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) stark eingeschränkt und der Handel über die europäische Außengrenze (Import und Export) ist seit 2010 gänzlich verboten. Aufgrund ihres komplexen Lebenszyklus können Aale noch nicht kommerziell in Gefangenschaft gezüchtet werden. Daher wurde jeder Aal aus Aquakultur ursprünglich als Glasaal gefangen. Aufgrund der hohen Nachfrage für die asiatische Aquakultur hat sich daraus ein äußerst lukrativer Schmuggel von lebenden Glasaalen nach Asien entwickelt. Europol und Interpol bezeichnen den Aalschmuggel als eines der größten Wildtierverbrechen weltweit. Nach Angaben der Behörden werden jährlich schätzungsweise 300 Millionen Aale illegal exportiert, der Schaden wird auf 3 Milliarden Euro geschätzt“, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Deutschen Angelfischerverbandes e.V. (DAFV), des Verbandes Deutscher Sporttaucher e.V. (VDST) und der Gesellschaft für Ichthyologie e.V. (GfI).

Auch im Jahr 2025 ist ein Besatz von Aalen durch den LAV ST und durch den Landesfischereiverband Sachsen-Anhalt (LFV ST) im Einzugsgebiet der Elbe vorgesehen, um die Aalbestände zu stabilisierten, welcher wissenschaftlich vom Institut für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow (IfB) begleitet wird. Wie in den Jahren zuvor werden schätzungsweise 260.000 Jungaale und circa 62 kg Glasaale in die Elbe und deren Zuflüssen besetzt.

Um den Bestand des Europäischen Aals zu schützen, sind internationale Anstrengungen erforderlich. Schutzmaßnahmen wie Fangquoten, die Wiederherstellung von Lebensräumen und die Förderung nachhaltiger Fischereipraktiken sind entscheidend. Nur durch gemeinsames Handeln können wir sicherstellen, dass zukünftige Generationen die faszinierende Welt des Europäischen Aals weiterhin erleben können.

Hans-Christian Schulz
Fischereifachberater

 

Link zum Beitrag. https://www.lav-sachsen-anhalt.de/index.php/673-fisch-des-jahres-2025

Am 23.10.24 wurde im Einzugsgebiet der Nuthe im Zuge des "Wanderfischprogramms Sachsen-Anhalt" unter Trägerschaft des Landesanglerverbandes Sachsen-Anhalt ca. 20.000 halbjährige Lachse besetzt.

Die Fische wurden dafür am Treffpunkt in Zerbst auf vier Fahrzeuge verteilt und anschließend an geeigneten Stellen im Nuthe-System ausgesetzt.

In der Aufstiegssaison 2023/24 konnten in der Nuthe 9 Lachse, 48 Meerforellen sowie 11 nicht identifizierbare Großsalmoniden mit Hilfe der Video-Erfassungsstation in Niederlepte sowie einer gezielten Befischung registriert werden. Seit 2011 ist es das zweitbeste Aufstiegsergebnis, das zugleich einen weiteren positiven Trend bei der Bestandsentwicklung im Flussgebiet erkennen lässt.

Da es das erklärte Ziel des Wanderfischprogramms ist, auch das Bode-System aufzunehmen, werden in den kommenden Wochen und Monaten unter der Regie des Fischereifachberaters, Herrn Schulz, durch die Angelfreunde des AV Zerbst und des Landesanglerverbandes eine Vielzahl der bisherigen Arbeitsaufgaben des Instituts für Binnenfischerei Potsdam-Sacrow im Nuthe-Gebiet übernommen.

Lachsbestatz Nuthe

Auch der MDR war vor Ort und begleitete den Besatz, nach zu sehen in folgenden Beitrag: https://www.mdr.de/video/mdr-videos/c/video-869568.html

Weitere Infos sind auch im Beitrag des LAV zu finden: https://www.lav-sachsen-anhalt.de/index.php/665-lachsbesatz-2024

Landeslogo ST gefördert durch FA

Die Ausgabe 39 - Dezember 2024 ist ab sofort online als pdf-Datei zum Download verfugbar:

frontpage fachzeitschrift 2024 39

Es sind noch einige wenige Plätze für den viertägigen Lehrgang zum Gewässerwart am 20./21.09.24 (Teil 1) in Zerbst (AV Zerbst, Biaser Str. 60, 39216 Zerbst/Anhalt) bzw. am 25./26.10.24 (Teil 2) in Halle (LAV, Mansfelder Str. 33, 06108 Halle/Saale) vorhanden. Für Mitglieder des LAV entstehen keine Kosten.
Die PDF für die Anmeldung, wie auch die Modulübersicht findet Ihr auf der Homepage des LAV:
 
Landeslogo ST gefördert durch FA

Gefördert durch das Land Sachsen-An­halt mit Mitteln der Fischereiabgabe

Wir benutzen Cookies

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.